Wie es weiterging ...

Oskar Kokoschka, Bernhard Heisig und ich, wir waren dicke Freunde – zumindest im Geiste. Von ihnen lernte ich viel. Vor allem das Malen. Und ich malte viel.

Dass ich auch viel gelernt hatte, fanden irgendwann eine ganze Reihe von Käufern. Darunter das Ulmer Museum und das Kölner Karnevalsmuseum. Sie waren zumindest bereit, für meine Bilder Geld zu bezahlen, was in der Kunstszene nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Das ging so etwa 14 Jahre lang. Dann wurde es mir zu bunt mit dem ganzen Cyanblau und Krapplack und Kadmiumrot und ich wollte etwas ganz anderes machen.
Ich überlegte lange und befand schließlich: Marketing! Das ist mein Ding! Entschluss gefasst – Studium des Direktmarketing an der BAW und los ging´s!

Marktforschung? Marktpotentiale analysieren? Neee, nix für mich. Marketingstrategie entwickeln? Joahh, schon eher. Prof. Vögele, Dialogmethode, Psychologie der Werbung? Jawolll!
Wer Prof. Vögele kennenlernt und nicht seiner Faszination erliegt, dessen Synapsen für Begeisterung im Hirn müssen teflonbeschichtet sein. Meine sind es definitiv nicht!
Er und ich jedenfalls wurden dicke Freunde – zumindest im Geiste. Ich lernte viel von ihm. Vor allem das Texten und über Psychologie.

Das ist nun über 14 Jahre her und ich bin ihm inzwischen untreu geworden, habe von anderen Lehrern gelernt. Z.B. Bilder mit Worten zu malen. Mal mit leisen, mal mit hintersinnigen. Hier mit herausfordernden, dort mit eindeutig zweideutigen. Und ich male schon wieder.

Das Leben ist zwar bunt, aber es hat eben doch jeder seine ganz persönliche Farbe.